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Lactiflora-Pfingstrosen und Hybride: Der Klassiker im Beet und in der Vase

Wenn du an Pfingstrosen denkst, hast du wahrscheinlich eine Staudenpfingstrose vor Augen: üppige, oft duftende Blüten im Frühsommer, die im Herbst einzieht und im Frühjahr mit roten Trieben wieder aus dem Boden kommt. Dazu gehören die Lactiflora-Sorten und viele Hybriden. Hier erfährst du, worin sie sich unterscheiden und wie du sie im Beet und in der Vase lange genießt.

Was sind Lactiflora-Pfingstrosen?

Lactiflora-Sorten stammen von der Chinesischen Pfingstrose (Paeonia lactiflora) ab. Sie sind die bekannteste Gruppe der Staudenpfingstrosen und werden seit Jahrhunderten gezüchtet. Manche Sorten sind richtig alt: 'Festiva Maxima' stammt laut dem Sortenregister der American Peony Society aus dem Jahr 1851, 'Sarah Bernhardt' aus dem Jahr 1906 – und beide sind bis heute beliebt.

Typisch für Lactiflora-Pfingstrosen:

  • Sie blühen meist in der Hauptsaison bis spät in der Pfingstrosenzeit.
  • Viele Sorten duften.
  • Es gibt sie in Weiß, Creme, Rosa und Rot und in vielen Blütenformen – von einfach über die japanische Form und Anemonenform bis zu gefüllt.

Was sind Hybrid-Pfingstrosen?

Hybrid-Staudenpfingstrosen entstehen durch Kreuzungen verschiedener Wildarten, oft mit Lactiflora als einem Elternteil. Daraus sind Farben entstanden, die es bei reinen Lactiflora-Sorten nicht gibt, zum Beispiel die Korallentöne von 'Coral Charm' oder das kräftige Rot von 'Red Charm'.

Viele Hybriden blühen etwas früher als die meisten Lactiflora-Sorten. Wenn du beide Gruppen kombinierst, verlängerst du die Blütezeit in deinem Garten.

Wann blühen Staudenpfingstrosen?

In Deutschland blühen Staudenpfingstrosen meist im Mai und Juni. Wann genau, hängt von der Sorte, dem Wetter und dem Standort ab. Frühe Sorten (oft Hybriden) machen den Anfang, späte Lactiflora-Sorten den Abschluss.

Jede einzelne Pflanze blüht etwa ein bis zwei Wochen. Mit einer Mischung aus frühen, mittleren und späten Sorten hast du deutlich länger etwas davon.

Wie schneide ich Pfingstrosen für die Vase?

Für die Vase schneidest du die Knospen am besten, wenn sie Farbe zeigen und sich bei leichtem Druck weich anfühlen – ähnlich wie ein Marshmallow. Dann öffnen sie sich in der Vase zuverlässig und halten lange.

  • Schneide am frühen Morgen oder am Abend.
  • Lass an jedem Trieb einige Blätter stehen, denn die Pflanze braucht sie, um Kraft für das nächste Jahr zu sammeln.
  • Nimm nicht mehr als etwa ein Drittel der Stiele von einer Pflanze.

Übrigens: Ameisen auf den Knospen sind harmlos. Sie mögen den süßen Saft und schaden der Pflanze nicht. Vor dem Einstellen in die Vase einfach abschütteln.

Brauchen Pfingstrosen eine Stütze?

Gefüllte Sorten mit großen, schweren Blüten knicken nach Regen leicht um. Eine Staudenstütze oder ein Ring hilft. Wichtig ist der Zeitpunkt: Setz die Stütze im Frühjahr, wenn die Triebe noch kurz sind. Die Pflanze wächst dann durch die Stütze hindurch und verdeckt sie mit ihren Blättern.

Einfach blühende Sorten und viele Hybriden mit kräftigen Stielen brauchen oft keine Stütze.

Wann und wie schneidet man Staudenpfingstrosen zurück?

Staudenpfingstrosen schneidest du im Herbst zurück, wenn das Laub welkt oder sich verfärbt:

  1. Schneide alle Stiele bodennah ab.
  2. Entferne das Laub vollständig aus dem Beet – auch heruntergefallene Blätter.
  3. Krankes Laub gehört nicht auf den Kompost, sondern in den Hausmüll oder die Biotonne.

Vor dem Herbst solltest du die Blätter stehen lassen. Bis dahin sammelt die Pflanze damit Kraft für die Blüte im nächsten Jahr.

Verblühte Blüten kannst du schon im Sommer abschneiden. Das sieht ordentlicher aus und beugt Pilzbefall vor.

Was ist Botrytis und wie beugst du vor?

Botrytis, auch Grauschimmel, ist die häufigste Pilzkrankheit bei Pfingstrosen. Sie tritt vor allem in feuchten, kühlen Frühjahren auf. Typische Anzeichen:

  • Junge Triebe knicken am Boden um und werden braun bis schwarz.
  • Knospen werden schwarz und öffnen sich nicht.
  • Auf befallenen Stellen bildet sich ein grauer, pelziger Belag.

So beugst du vor:

  • Herbstschnitt mit gründlichem Aufräumen: Der Pilz überwintert in alten Pflanzenteilen.
  • Genug Abstand (etwa 80 bis 100 cm), damit die Blätter nach Regen schnell abtrocknen.
  • Nicht über die Blätter gießen, sondern direkt auf den Boden.
  • Befallene Teile sofort entfernen und entsorgen.

Welche Sorten findest du bei PEONLY?

Auf unseren Feldern in Sonsbeck wachsen viele Klassiker und Hybriden – zum Beispiel Sarah Bernhardt, Festiva Maxima, Kansas, Coral Charm und Red Charm. Alle Staudenpfingstrosen findest du in unserer Lactiflora-Kollektion. Wie du sie richtig pflanzt, erklären wir im Ratgeber Pfingstrosen pflanzen. Mehr über unseren Betrieb erfährst du auf Über uns.

Häufige Fragen zu Lactiflora-Pfingstrosen und Hybriden

Was ist der Unterschied zwischen Lactiflora und Hybrid-Pfingstrosen?

Lactiflora-Sorten stammen von der Chinesischen Pfingstrose ab, blühen meist mittel bis spät und duften oft. Hybriden sind Kreuzungen verschiedener Arten, bringen zusätzliche Farben wie Koralle mit und blühen häufig etwas früher.

Wann blühen Staudenpfingstrosen?

In Deutschland meist im Mai und Juni. Mit frühen, mittleren und späten Sorten verlängerst du die Blütezeit.

Wann schneidet man Pfingstrosen zurück?

Staudenpfingstrosen schneidest du im Herbst bodennah zurück, wenn das Laub welkt. Entferne das Laub vollständig, um Botrytis vorzubeugen.

Warum knicken meine Pfingstrosen um?

Große, gefüllte Blüten werden besonders nach Regen schwer. Setz im Frühjahr eine Staudenstütze, durch die die Pflanze hindurchwachsen kann.

Sind Ameisen an Pfingstrosen schädlich?

Nein. Ameisen fressen den süßen Saft an den Knospen und schaden der Pflanze nicht.

Wie verhindere ich Grauschimmel (Botrytis) an Pfingstrosen?

Räum im Herbst das gesamte Laub weg, halte genug Abstand zwischen den Pflanzen, gieß nicht über die Blätter und entferne befallene Teile sofort.